Regendecken für Pferde
Seit etwa 7000 Jahren sind die Pferde domestiziert, leben mit den Menschen, arbeiten für und mit ihnen, tragen ihre Lasten und ziehen Pflüge und Kutschen. Als Reittier hat das Pferd mitgeholfen die Weiten der Steppe zu besiedeln und es trug Soldaten zu fernen Schlachtfeldern. Fleisch, Haar und Horn haben für Nahrung, Wärme und Werkzeug gesorgt. Aus Pferdehaar sind Bürsten, Matratzen und Angelschnüre geflochten worden, Perücken wurden geknüpft und hochwertige Bespannung für Streichbögen gefertigt. In dieser langen, gemeinsamen Geschichte hat sich das Pferd immer mehr zu einem Freund und Partner des Menschen etabliert. Seit seine Arbeitskraft nicht mehr gefragt ist und Kunststoffe die Nutzung von Rosshaar abgelöst haben, ist das Pferd zu einem Sportkameraden und Freizeitpartner geworden.
Oftmals sind die Tiere tagsüber auf der Weide oder werden im Offenstall gehalten, sind Wind und Wetter ausgesetzt. Damit sie sich nicht erkälten, ist gerade in der Übergangszeit im Frühjahr oder Herbst eine leichte Regendecke angesagt. Wenn das Pferd geschoren ist sollte es auch mal eine gefütterte Regendecke sein. Die Tiere haben wie die Menschen auch ein unterschiedliches Kälteempfinden, dies kann von Rasse zu Rasse, aber ebenso bei den einzelnen Tieren ganz unterschiedlich sein. Eine Regendecke, die den ganzen Tag getragen werden soll, muss eine optimale Passform haben. Vor dem Kauf ist ganz besonders darauf zu achten, dass die Maße stimmen. Die Einheitsgrößen, gemessen vom Widerrist zur Schweifwurzel, sind längst passe´, denn Pferde haben auch noch andere Maße, unterschiedlich starken oder schlanken Körperbau, der Hals mag muskulös oder eher schmal sein. Eine Decke mit schlechter Passform kann Scheuerstellen und Haarbruch zur Folge haben, tritt dies am Widerrist oder in der Achselhöhle auf, ist an ein Satteln des Tieres erst einmal nicht zu denken.
Die hochwertigen Materialien, die in der heutigen Zeit zum Einsatz kommen, spielen auch in der Bedeckung der wertvollen Tiere eine Rolle. Nylon, Polyester oder Fleece werden für die Innenfutter verwendet, Polyester oder Nylon für die wasserabweisende Außenhaut. Bevorzugte Verarbeitungen für Innenfutter sind Polyester und Nylon, da diese eine glatte Struktur haben und sanft über das Fell gleiten, es dabei auch noch polieren. Nylon hat eine hohe Reißfestigkeit und ist beständig gegen Verrottung. Eine solche Decke zu waschen ist nicht ganz einfach, am besten wird sie über dem Weidezaun hängend abgespritzt und dann sorgfältig getrocknet. Auf alle Fälle ist nach der passgenauen Form auf die Atmungsaktivität des Materials zu achten, damit die Pferde unter der Decke nicht anfangen zu schwitzen. Bei Regendecken kommen noch die Angaben zur Wassersäule hinzu, dieses bezeichnet die Dichtigkeit eines Materials, also wie viel Wassergewicht auf einer Gewebestelle lasten kann, bevor dieses durchlässig wird.
