Heilpflanzen für Pferde – Alles über Kräuter und Heilkräuter
Die Pferdekoppeln bieten teilweise nur wenig Heilkräuter, weil sie einfach stark abgegrast sind. Da Heilpflanzen und Kräuter aber den Tieren ausgesprochen gut tun, ist es eine gute Idee, wenn der Pferdehalter seinen Tieren ausgesuchte Kräuter zufüttert.
Es ist für die Gesundheit des Tieres förderlich, wenn dem jeweiligen Pferd eine individuell abgestimmte Zugabe von Heilpflanzen verabreicht werden kann.
Der Vorteil ist, dass diese Pflanzen nicht nur als schmackhaftes Zusatzfutter angesehen werden. Heilpflanzen dienen auch als Hilfsmittel zur Heilung bei diversen Erkrankungen der Pferde. Heilkräuter sind reich an Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen. So ist beispielsweise die Hagebutte ein wertvoller Spender von Vitamin C. Entweder gibt man eine kleine Handvoll der Hagebutte in das Futter (wie zum Beispiel in das Mash) oder bereitet es als Teesud auf. Als Tee aufgebrüht (mit einem Löffel gesundem Honig dazu) hat man einen wunderbaren Vitamindrink, der den Pferden lecker schmeckt.
Bei Husten ist eine selber zusammengestellte Hustenmischung als Schleimlöser hilfreich. Dafür eignet sich hervorragend Fencheltee (auch hier entweder als Tee oder als Zugabe der Fenchelkräuter in das Mash). Neben dem Fenchel kann gleichfalls Thymian oder Ingwer hergenommen werden (zu beziehen in der Apotheke). Auch die gute alte Pfefferminze hat hervorragende Eigenschaften, um den Husten zu bekämpfen.
Leidet das Pferd an Stoffwechselproblemen (Leber) ist eine Kur mit Marien-Distelsamen sinnvoll. Mariendisteln oder auch die Hagebutte stärken die Leber und entgiften dieses Organ.
Für gesunde Hufe und ein gesundes Fell tut dem Pferd eine zweiwöchige Brennnesselkur gut. Die Brennnessel ist besonders reich an Silicium. Nebenbei wird durch diese Kur die Niere gespült, was ebenfalls sehr gesund ist.
Wenn im Sommer die Mücken über die Pferde herfallen und sie plagen, ist die Gabe einer Knoblauchzehe eine wirksame Lösung. Durch die Körperausdünstungen mit dem strengen Geruch nach Knoblauch wird die Zahl der stechenden Plagegeister reduziert.
Obige Hinweise waren nur einige wenige Tipps. Generell sollte vor der Gabe von Heilkräutern ein fachkundiger Tierarzt oder ein Tierheilpraktiker zu Rate gezogen werden.